Über uns

Der Osterchorsteinway wurde 1989 von Manfred Seidl gegründet, der bis dahin musikalischer Leiter der Bremer Chorwerkstatt war. Manfred Seidl war hauptberuflich Musiklehrer in Ganderkesee, was zu häufiger Zusammenarbeit mit dem dort von ihm aufgebauten Schulchor geführt hat. Eigene Vertonungen zu Texten von G. Eich, B. Brecht, E. Fried und anderen waren Bestandteil sowohl der Programme der Chorwerkstatt als auch des Osterchorsteinway.

Der zunächst etwas gewöhnungsbedürftige, inzwischen aber vielen geläufige Name des Chores übrigens erklärt sich aus einem Wortspiel mit dem Namen der Straße Ostertorsteinweg, dem Zentrum des Viertels, dem sich der Chor verbunden fühlt.

Das musikalische Programm reicht von der Renaissance bis zu Uraufführungen moderner Komponisten, es umfasst Lieder, Oratorien, geistliche Musik und auch szenische Aufführungen; als Repertoire-Stück vor allem den Canto General von Mikis Theodorakis. Wiederentdeckungen waren dabei (Gouvy, Radziwill), aber auch klassische Höhepunkte der Chorliteratur (Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Brahms). Das weitgespannte Programm spiegelt vor allem die vielfältigen Interessen Manfred Seidls wider.

Neben den eigenen jährlichen Konzerten ergab sich die Zusammenarbeit mit anderen Chören, z.B. dem Luisenstädter Vokalensemble in Berlin, der Kantorei Salzwedel, der Kantorei der Alexanderkirche Wildeshausen und Auftritte wie z.B. bei der Verleihung des Georg-Elser-Preises 2005 in Bremen. Der Osterchorsteinway ist kein politischer Chor in dem Sinne, dass er die Auswahl des Programms von der politischen Aussage abhängig macht – wohl aber in dem Sinne, dass er Initiativen durch Teilnahme an Solidaritätskonzerten unterstützt,  z.B. Brücke der Hoffnung, Amnesty International, Refugio, Medico International.

Wir sind ein Laienchor, der von seinen Mitgliedern keine Gesangsausbildung erwartet – wohl aber Interesse und Bereitschaft, sich musikalischen Ansprüchen zu stellen. Die Erarbeitung eines Programms erfolgt in den wöchentlichen Chorproben, den monatlichen Stimmproben (in den Schulferien pausieren wir!) und den zweimal im Jahr stattfindenden Chorwochenenden (Freitagabend bis Sonntagmittag). Die regelmäßige und konzentrierte Teilnahme an dieser Probenarbeit ist die Voraussetzung dafür, dass ein den Ansprüchen der Sängerinnen und Sänger (und des Dirigenten!) entsprechender Chorklang entsteht, der dann zu einer als gelungen genossenen Aufführung beitragen kann. Was, zugegeben nicht immer, aber häufig genug doch eingetreten ist.